Camping

Bei Foto-Trips mit Übernachtungen im Freien ist eine gute Ausrüstung besonders wichtig, im Winter ja sogar überlebenswichtig. Aber auch das Gewicht sollte bei kilometerlangen Wanderungen stimmen. Hier findest du einen Überblick über die Ausrüstungsgegenstände, nach denen ich am häufigsten gefragt werde.

Leichtzelt Nordisk Halland 2 LW

Seit Ende 2017 bin ich vorrangig mit dem roten Halland 2 LW von Nordisk unterwegs. Mit 1500 g wiegt es zwar 500 g mehr als mein ursprüngliches Zelt, aber das größere Platzangebot und das Vorzelt haben sich als sehr nützlich erwiesen, sodass ich das zusätzliche Gewicht gerne in Kauf nehme. Achtung, nicht verwechseln – es gibt das Halland 2 auch noch als “schwere” PU-Variante die mit 3 kg natürlich viel zu schwer zum Wandern wäre. Ich kann nur Gutes über das Halland 2 LW berichten – mit dem bereits eingehängten Innenzelt ist es sehr schnell aufgebaut und hat bisher starkem Wind und Wetter bis -18 °C standgehalten. Für eine Person mit viel Gepäck bietet es viel Platz. Im Vorzelt kann man gut windgeschützt kochen.

Sommer-Schlafsack Talus TsI von Sea To Summit

Der Talus TsI ein leichter Schlafsack mit einem guten Wärme-Gewicht-Verhältnis. Die Comfort-Temperatur liegt bei +1 °C bei einem Gewicht von 880 g (Größe M). Ich nutze den Schlafsack bei Fototouren im Sommer auf Höhen bei denen keine Minusgrade zu erwarten sind. Die äußere Schicht ist wasserdicht, nicht nur wasserabweisend, sodass die Daunenfüllung auch keinen Schaden nimmt, wenn ich ohne Zelt unter freiem Himmel übernachte.

Leichtzelt Nordisk Telemark 2 LW

Das Zelt was du auf vielen meiner Fotos sehen kannst, ist immer das Telemark 2 von Nordisk. Das Telemark wiegt nur 940 g und ist trotzdem ein vollwertiges Zelt mit Innen- und Außenzelt, sowie einer Apsis in der man vor der Schlafkabine etwas Material verstauen kann. Damit war es bis April 2017 das leichteste vollwertige 2-Personenzelt auf dem Markt. Ab diesem Zeitpunkt hat sich Nordisk den Titel selbst streitig gemacht und ein noch leichteres vollwertiges Zelt herausgebracht – das “Nordisk Lofoten 2 ULW”, mit nur 500 g Gewicht.

Mit dem Telemark 2 bin ich jedenfalls absolut zufrieden und kann es uneingeschränkt empfehlen. Dank des geringen Gewichtes und kleinen Packmaßes wird es auch bei langen Touren nicht zur Belastung. Wegen eines versehentlich selbst zugefügten Schadens am Außenzelt, nutze ich das Telemark nur noch selten. Stattdessen bin ich mit dem etwas größeren Nordisk Halland 2 LW unterwegs (siehe oben).

Winter-Schlafsack “Fusion Dry 750” von YETI

Bei dauerhaft winterlichen, einstelligen Temperaturen, ist der Fusion 750 von Yeti mein zuverlässiger Begleiter für den beginnenden und ausklingenden Winter. Mit einem mittleren Gewicht von 1320 g und unglaublich tollem Schlafcomfort, hält der Daunenschlafsack erfahrungsgemäß bis etwa -10 °C kuschelig warm, wenn man noch eine zusätzliche Kleidungsschicht zur Thermo-Unterwäsche trägt. Nicht nur die Außenhülle ist wasserabweisend sondern auch die Daunenfüllung selbst ist durch ein spezielles Verfahren wasserabweisend gemacht worden. So hält der Schlafsack auch ungemütlichere Einsätze ganz locker aus, ohne, dass man sich um einen Verlust der Wärmeleistung Gedanken machen muss.

Winter-Schlafsack “Everest” von Mountain Equipment

Wenn die Temperaturen im Winter auch tagsüber bereits in den zweistelligen Minusbereich fallen und es wirklich so ist, dass man sich ernsthaft Gedanken um sein Überleben beim Schlafen machen muss, nutze ich auf meinen Touren den “Everest” von Mountain Equipment. Der Daunenschlafsack hat einen Comfortbereich von -22 °C, dessen Limit bei -32 °C endet. So kalt, dass man darin erfrieren kann, wird es bei uns also eher selten. Diese extreme Wärmeleistung schlägt sich natürlich in einem Gewicht von mehr als ca. 2000 g nieder. Im Winter muss man eben etwas schwerer tragen. So muss ich jedoch keine noch so kalte Nacht fürchten, und schlafe auch unter den widrigsten Bedingungen immer warm und sicher. Selbst wenn ich mich nach 10 Stunden in eisiger Kälte ausgekühlt in den Schlafsack lege, wird mir innerhalb von wenigen Minuten warm, und das mit nur einer einzigen dünnen Lage an Kleidung. Eine hochwertige und vertrauenswürdige Schlaf-Ausrüstung kann im Winter überlebenswichtig sein. 
Den Schlafsack habe ich nur für das Foto so hingelegt, ich schlafe nicht ohne Isomatte auf Schnee 😉 

Isomatte “All Season” von Therm-A-Rest

Weil ich es nicht besonders mag, wenn es von unten her kalt wird, nutze ich eigentlich das ganze Jahr über die All Season Isomatte von Term-A-Rest. Mit 880 g (Größe L) nicht die leichteste Wahl, aber dafür robuster und zuverlässiger als Ultraleicht-Matten. So kann ich im Notfall mit der All Season auch bedenkenlos ohne Zelt direkt auf dem Boden schlafen und muss keine Angst haben, die Matte gleich zu beschädigen. Danke des “Speed Valve” Ventils lässt sich die Matte für ihre Größe recht schnell aufblasen. Und andersrum kann man beim Zusammenpacken danke des großen Ventils super schnell die Luft aus der Matte lassen und verliert keine Zeit.

Kopflampe von Arctic Instruments

Nach vielen Enttäuschungen mit Produkten anderer Hersteller, bin ich glücklicherweise bei Arctic Instruments gelandet. Die hellste Einstellung bei 168 lm liefert konstant hell bleibendes Licht für ca. 30 Stunden. Zwei weitere geringere Helligkeitsstufen steigern das sogar noch bis hin zu 120 Stunden im schwächsten Modus. Spritzwasserschutz und das für die Nachtfotografie so wichtige Rotlicht (natürlich über eine eigene Taste) sind selbstverständlich. Was hier sehr klug gelöst ist – vergehen nach dem Einschalten mehr als 4 Sekunden, lässt sich die Lampe mit nur einem einzigen Knopfdruck ausschalten. So muss man nicht erst alle Modi durchschalten.